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	<title>Mein Portfolio Online</title>
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	<description>Online. Alles rund um die Geldanlage.</description>
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		<title>Aktienanalyse QSC</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 16:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmensbewertungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktuell habe ich ja eigentlich wirklich keine Zeit mich groß mit dem Schreiben zu beschäftigen. Jetzt ist es aber so, dass diese Sache mir so sehr in den Fingern kribbelt, dass ich das einfach veröffentlichen muss. Vor einigen Wochen bin ich nämlich auf dieses Unternehmen gestoßen und habe mir dann auch recht schnell eine Position [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuell habe ich ja eigentlich wirklich keine Zeit mich groß mit dem Schreiben zu beschäftigen. Jetzt ist es aber so, dass diese Sache mir so sehr in den Fingern kribbelt, dass ich das einfach veröffentlichen muss. Vor einigen Wochen bin ich nämlich auf dieses Unternehmen gestoßen und habe mir dann auch recht schnell eine Position zugelegt.</p>
<p>Da sich jetzt der Kurs für einen Einstieg immer besser entwickelt und es kaum ernsthafte Berichte darüber gibt, will ich dieses hier einmal näher vorstellen, da ich denke, dass es den ein oder anderen interessieren wird. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um die QSC AG.</p>
<p><span id="more-4252"></span></p>
<h2>Geschäftsmodell von QSC</h2>
<p>Ok, also fangen wir einmal mit dem Geschäftsmodell an. Mir selber war QSC bis vor ein paar Wochen auch kaum bekannt, es ist nämlich keine Firma, mit der man normalerweise in Berührung gerät, was auch einer der Gründe dafür sein kann, warum diese Firma so unter dem Radar fliegt.</p>
<p>Also in Kürze handelt es sich bei QSC Netzbetreiber von Internetzugängen. Ok, das ist jetzt erst einmal nicht allzu spannend, aber das endgültige Bild ist dann doch um einiges positiver. Netzbetreiber an sich gibt es ja ein paar und gerade in letzter Zeit ist der Preiskampf der Anbieter untereinander immer stärker geworden.</p>
<p>Das besondere an QSC ist aber, dass sie sich mittlerweile komplett aus dem Privatkundengeschäft herausgezogen haben und ihre Leitungen gar nicht mehr selber anbieten. Vielmehr konzentrieren sie sich komplett auf Geschäftskunden. Dies hat den Vorteil, dass hier die Margen höher sind und man diese besser an sich binden kann, da hier nur ungern gewechselt wird, wenn der Anschluss läuft. Schließlich soll ja der Betrieb laufen und man kann sich keinen Ausfall erlauben.</p>
<p>So richtig interessant wird die Story aber erst, wenn man sich einmal anschaut, wo die Reise dann hingehen soll. Und zwar hat man sich gerade davon verabschiedet nur ein reiner Netzanbieter zu sein und man geht in der nächsten Zeit stark in die Richtung Dienstanbieter. So wurden in letzter Zeit zwei Unternehmen hinzu gekauft, die IP Partner AG und Info AG.</p>
<p>Damit ist man einen guten Schritt in Richtung Cloud Computing gegangen und man verfügt jetzt über wesentlich mehr Möglichkeiten die Unternehmen noch stärker an sich zu binden. Die Kombination dieser zugekauften Unternehmen macht jedenfalls wirklich Sinn. Es geht hier in Zukunft gar nicht so sehr darum neue Unternehmen zu gewinnen, was man natürlich auch macht und sehr gut ist, als die aktuellen Unternehmen noch stärker zu beliefern.</p>
<p>Durch den großen Stamm an aktuellen Kunden können hier eine ganze Menge an weiteren Produkten angeboten werden, die dann mit der Zeit auch schön die Marge heben werden. Im Bereich von Hosting und Cloudcomputing bieten sich da sehr viele Möglichkeiten und das Interesse scheint hier sehr groß zu sein.</p>
<p>Darüber hinaus macht auch die komplette Ausrichtung auf Deutschland mit deutschen Rechenzentren wirklich Sinn und ist wohl auch ein weiterer kleiner Wettbewerbsvorteil. Denn viele Unternehmen haben schon einige Probleme damit ihre eigenen Daten im Ausland abzulegen, wo sie nicht mehr deutschen Gesetzen unterliegen. Man denke nur an die ganzen Überwachungsprobleme in den USA.</p>
<h2>Entwicklung von QSC</h2>
<p>Schaut man sich einmal die Vergangenheit von QSC an, so sieht man eine reine Wachstumsstory. Der Umsatz ist seit dem Jahr 2000 von 5 mio € auf 478 mio € im Jahr 2011 gestiegen. Anfangs musste erst einmal ein komplett eigenes Netz aufgezogen werden, was natürlich ordentlich auf den Gewinn geschlagen hat. Den hat man zwar stetig gesteigert, aber erst 2008 die Trendwende geschafft und einen Gewinn von 0,8 mio € ausgewiesen. bis 2011 ist dieser dann auf 27,6 mio € (0,2 € pro Aktie) angestiegen, was schon einmal nicht so schlecht ist.</p>
<p>Die Zukunft verspricht aber durch die Kombination durch Hosting, Netz und Cloud noch ein sehr viel versprechendes Wachstum, da QSC einer der wenigen Anbieter ist, der wirklich solch ein Komplettpaket anbieten kann und so stark auf Unternehmen eingestellt ist. Das Management hat mit dem letzten Geschäftsbericht somit auch einen wirklich ambitionierten Plan vorgelegt.</p>
<p>So möchte man bis 2016 den Umsatz verdoppeln, das EBITDA verdreifachen (EBITDA Marge soll von 17% aktuell auf 25% steigen) und der Free Cashflow sich sogar vervierfachen. Dies geht nur über eine Konzentration auf margenstärkere Produkte, wie das Cloudcomputing.</p>
<h2>Konkurrenten von QSC</h2>
<p>Ich habe mich hier mal ein wenig umgeschaut ich muss sagen, dass ich da nicht allzu viele sehe. Selber werden hier Telekom oder IBM (bei der übrigens Warren Buffett gerade erst eingestiegen ist und einen ähnlichen Wachstumsplan in Bezug auf die Cloudentwicklung vorgelegt hat) genannt.</p>
<p>Es gibt daneben noch ein paar andere Netzbetreiber in Deutschland, aber die sind alle recht stark auf die Privatkunden ausgerichtet oder zielen nicht so stark auf den Mittelstand ab und haben teilweise ganz schöne Probleme (wie Versatel). Prinzipiell muss man sagen, dass QSC da wirklich eine Nische hat, in der sie sehr gut aufgestellt sind und können durch hohe Flexibilität und Fokussierung punkten.</p>
<h2>Management von QSC</h2>
<p>Mit Dr. Bernd Schlobohm und  Jürgen Hermann sind noch zwei der Gründer mit an Bord, die das Unternehmen immer noch leiten. Dies spricht natürlich für die langfristige Planung und sollte auch einer der Gründe für die gute Entwicklung sein. Hier wurde über 10 Jahre gezeigt, dass man das Unternehmen leiten kann und dass man seriös das Unternehmen aufbauen kann.</p>
<p>Auch mit der aktuellen Neujustierung wird hier meiner Meinung nach alles richtig gemacht, was einfach nur für das Management spricht. Einziger kleiner Makel ist vielleicht nur, dass diese beiden zusammen nur ca. 20% der Aktien besitzen. Insgesamt kam es aber zu einigen Läufen aus dem Vorstand und Aufsichtsrat, was für das Vertrauen in das Unternehmen stehen sollte.</p>
<h2>Aktueller Kurs von QSC</h2>
<p>Der steht für den Einstieg sehr gut. nämlich bei ca 2 €, was einer aktuellen Rendite von 10% entspricht. Die Aktie ist hier sehr stark im gefallen in letzter Zeit, was mit dem Ausstieg von  dem Fond Baker Capital Management zu tun hat, der in kurzer Zeit sehr viele Stücke auf den Markt geworfen hat. Habe hier nur gelesen, dass es sich dabei um einen zeitlich bis 2013 begrenzten Fond handelt, der daher innerhalb eines Jahres eh hätte verkaufen müssen. Dafür würde auch sprechen, dass der Gründer des Fonds John C. Baker (Aufsichtsrat QSC) privat seine eigene Position an dem Unternehmen ordentlich aufgestockt hat.</p>
<p>Des weiteren soll in diesem Jahr zum ersten Mal eine Dividende gezahlt werden, was den Kurs stützen sollte und zum anderen wurde heute ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt, was ebenfalls den Kurs stützen sollte (gab auch gleich ein Plus von ca. 10%).</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Ich habe letzten Monat bei so ziemlich genau 2 € zugeschlagen und warte jetzt einfach noch etwas ab, wie sich der Kurs entwickelt. Soll te er noch weiter stark einbrechen, wo werde ich hier noch einmal zuschlagen. Prinzipiell handelt es sich hierbei meiner Meinung nach um ein sehr gut aufgestelltes Unternehmen. Es ist wirklich interessant, wie wenig dieses Unternehmen beachtet wird.</p>
<p>Ich habe nur einen Forensthread bei Wallstreet online gefunden, der aber komplett zugespammt wird und die wirklich interessanten Fakten total untergehen. Die Bewertung von diesem Unternehmen war sicherlich ganz schön überzogen, aber der aktuelle Kurs ist wirklich ziemlich verlockend für den Einstieg und es kann hier auch genauso schnell wieder hoch gehen, wie es runter ging.</p>
<p><strong>Ich erlaube mir den Beitrag jetzt einfach mal so halbfertig und unüberarbeitet online zu stellen. Sorry dafür. Ich werde ihn dann bei Zeiten noch einmal überarbeiten, wenn ich die Zeit dafür finde.</strong></p>
<p><strong>Nachtrag1: Habe noch etwas zu den Insiderkäufen und der weiteren Strategie<strong> geschrieben</strong> was ich gestern vergessen hatte.</strong></p>
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		<title>Ja, mich gibt es noch :)</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 17:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir. Es ist hier auf meinem Blog doch ziemlich ruhig geworden die letzten Wochen und so manch einer mag sich schon gefragt haben, was ich denn so die ganze Zeit treibe. Ich möchte hier eine kleine Entwarnung geben, es wird hier definitiv in Zukunft weitergehen und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir. Es ist hier auf meinem Blog doch ziemlich ruhig geworden die letzten Wochen und so manch einer mag sich schon gefragt haben, was ich denn so die ganze Zeit treibe. Ich möchte hier eine kleine Entwarnung geben, es wird hier definitiv in Zukunft weitergehen und der Blog wird nicht einschlafen. Nur bin ich gerade am Ende meiner Promotion angelangt und von der Zeit und meiner Energie her komplett durch das Aufschreiben in Beschlag genommen. Es fällt mir deshalb wirklich schwer nebenher auch noch hier auf dem Blog noch weitere Texte zu veröffentlichen. Ich hoffe aber, dass dies nicht noch länger als ein Monat gehen wird und ich mich dann wieder mehr diesem Blog widmen kann.</p>
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		<title>Insidertrades &#8211; Wichtige Informationen oder überflüssig?</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 07:36:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlagegrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Regel weiß das Management eines Unternehmens doch so gut wie kaum jemand anderes über dieses Bescheid. Zukünftige Entwicklungen und Probleme sollten diesem daher schon recht früh bekannt sein. Es drängt sich somit daher die Frage auf, wie stark man sich mit dem Management auseinander setzen sollte. So könnten einem doch die Meinungen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Regel weiß das Management eines Unternehmens doch so gut wie kaum jemand anderes über dieses Bescheid. Zukünftige Entwicklungen und Probleme sollten diesem daher schon recht früh bekannt sein. Es drängt sich somit daher die Frage auf, wie stark man sich mit dem Management auseinander setzen sollte. So könnten einem doch die Meinungen und Erwartungen dieser Personen sehr wichtige Hinweise bezüglich der Zukünftigen Entwicklung geben.<span id="more-4081"></span></p>
<p>Neben den üblichen Kommentaren bei den Pressekonferenzen und den eher seltener vorkommenden Interviews, mit denen man sich wirklich intensiver beschäftigen sollte, gibt es aber noch eine weitere indirekte Möglichkeit die Meinung des Managements zu erhalten. Nämlich über deren eigenen Wertpapierhandel.</p>
<h2>Der Insiderhandel</h2>
<p>Mittlerweile ist es so, dass vor allem Vorstände und Aufsichtsräte von Börsennotierten Unternehmen ihre Transaktionen veröffentlichen müssen. Diese Regelungen zu den Director&#8217;s Dealings sollen zu mehr Transparenz auf den Märkten führen und das Ausnutzen von Vorteilen durch Insiderwissen begrenzen. Durch das Veröffentlichen der Informationen stehen diese Personen viel stärker im Fokus der Aufmerksamkeit und sind somit auch verstärkt der Kontrolle ausgesetzt. Aber was bedeuten diese Veröffentlichungen für den Anleger?</p>
<p>Zunächst einmal sieht er recht genau, wann und wie viel Geld diese Leute in das Unternehmen stecken bzw. welchen Anteil sie verkaufen. Da diese Leute hier mit ihrem eigenen Geld arbeiten und nicht mit dem anderer Leute, kann man davon ausgehen, dass sie sich schon intensiv Gedanken darüber gemacht haben. Hinzu kommt auch noch die permanente intensive Beschäftigung mit dem eigenen Unternehmen in dem sie arbeiten. Es ist daher also wirklich einmal interessant, sich näher mit diesen Transaktionen auseinander zu setzen.</p>
<p>Mit der Zeit haben sich auch so einige Anleger auf genau diese Insider spezialisiert und haben sogenannte Insiderstrategien entwickelt. Bei diesen wird anhand der veröffentlichten Daten ge- und verkauft. Eine Möglichkeit solch eine Strategie umzusetzen wäre das exakte nachkaufen der einzelnen Transaktionen, eine andere wäre beispielsweise nur das nachvollziehen der Käufe, welche dann in einem festen Abstand von diesen wieder verkauft werden.</p>
<h2>Lohnt es sich den Insiderhandel zu beachten?</h2>
<p>Es macht daher wirklich einmal Sinn diese Strategien näher unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, ob es sich lohnt diese Ereignisse zu beachten. Ich habe dazu mal ein wenig recherchiert und bin dabei unter anderem auf <a href=" http://hdl.handle.net/10419/27837">diese Studie</a> gestoßen. In dieser wurde untersucht, wie sich die Kurse der Aktien in Deutschland, Italien und der Niederlande bewegen, nachdem ein Insider diese gekauft oder verkauft hat.</p>
<p>Für mich war doch erst einmal überraschend kam diese Studie zu dem Ergebnis, dass die Rendite überdurchschnittlich ausfällt, wenn man nur nach den Insiderkäufen vorgeht. So stieg die Rendite über den gesamten Beobachtungszeitraum bis zu 6 Monate nach dem Kauf immer weiter an, was sehr erstaunlich ist.</p>
<p>Wichtig ist aber, dass es hierbei in der Regel nur bei den untersuchten Käufen zu einer Outperformance gekommen ist und nicht bei den Verkäufen. Schaut man sich diese Studie aber noch etwas genauer an, so kann man noch ein paar weitere interessante Dinge herauslesen.</p>
<p>Diese positive Rendite ergab sich, wenn man die Entwicklung nach den Käufen mit einer über einen Index gemittelten Rendite vergleicht. Was jetzt aber in meinen Augen wirklich wichtig ist und hier in dieser Studie leider etwas unter den Tisch gefallen, ist die Tatsache, dass ein zweites Kontrolldepot keine dieser Effekte gezeigt hat. Der Autor spricht dies zwar kurz an, geht aber so gut wie nicht auf die Gründe und Interpretation ein.</p>
<p>In diesem Zweiten Referenzdepot wurde die Rendite nach dem Kauf mit anderen gleichartigen Unternehmen verglichen, wobei die Marktkapitalisierung und die Marktbewertung eingeflossen sind. Es wird aber leider nicht näher darauf eingegangen, wie diese konkret ausgesehen haben und wie viele Titel darin enthalten waren.</p>
<p>Das für mich interessante an dieser Stelle ist, dass man durch dieses zweite Depot die erhöhte Rendite heraus Filtern konnte und die Outperformance somit verschwindet.</p>
<p>Zum einen liegt das wohl daran, dass kleinere Unternehmen eine höhere Rendite erzielen und man mit diesem Vergleich nur andere kleine Unternehmen als Maßstab nimmt. Zum anderen zeigt es aber auf, dass diese Insider wahrscheinlich eher weniger der Grund zur Outperformance sind, als es die Größe der Unternehmen und auch deren Bewertung.</p>
<p>Meine Interpretation dieser Studie ist daher eher, dass diese Insider zwar schon geschickter Vorgehen, als der restliche Markt, dieser Effekt aber nicht durch besonders gutes Abschneiden der Unternehmen entsteht, sondern wohl eher durch Faktoren, wie die kleineren Unternehmensgrößen und die geringere Aktuelle Bewertung.</p>
<p>Des weiteren ist mir da noch eine wirklich nette Kleinigkeit aufgefallen, die dies auch noch etwas unterstreicht. So kann man in dieser Studie sehr schön sehen, wie antizyklisch diese Insider doch vorgehen. Hier ist das Nettokaufvolumen bei niedrigen Kursen positiv und bei hohen Kursen negativ. Und antizyklisches Vorgehen funktioniert wirklich.</p>
<p>Prinzipiell lässt sich daher wohl sagen, dass zumindest Insiderkäufe wichtige Informationen liefern können und man mit diesen schon etwas besser fahren kann. Allerdings denke ich, dass sich die gleichen Informationen auch aus einer Unternehmensbewertung erkennen lasse.</p>
<h2>Warum der Insiderverkauf kein Signal ist?</h2>
<p>Ok, die Käufe stellen daher eine wichtige Information dar und man sollte solche Hinweise sicherlich positiv auffassen. Aber wie steht es mit den Verkäufen.</p>
<p>Dazu hat die Studie meistens keine Extrarendite gefunden. Dies deckt sich auch mit meinem Verständnis. So sind Verkäufe oft nicht auf die Zukunft des Unternehmens bezogen sondern häufig auf persönliche Umstände des Insiders zurück zu führen.</p>
<p>So kann es gut sein, dass diese Person gerade Geld benötigt, das Depot diversifizieren möchte oder das Unternehmen verlassen hat. Diese Punkte führen meiner Meinung nach dazu, dass die Informationen aus diesen Verkäufen überlagert werden, was bei den Käufen nicht der Fall ist. Hier ist jemand an der Zukunft des Unternehmens interessiert und hat das Geld zu Verfügung.</p>
<p>Ich würde diese Verkäufe daher in den meisten Fällen einfach gar nicht beachten, da man selten wirklich abschätzen kann, warum diese getätigt werden.</p>
<h2>Seiten mit Insiderinformationen</h2>
<p>Damit jetzt jeder sofort sich mal mit diesen Nachrichten beschäftigen kann, habe mir dann auch noch ein wenig extra Mühe gemacht. Ich habe einmal ein zwei Seiten heraus gesucht, die aktuelle Insidertrades zumindest für den deutschen Markt veröffentlichen.</p>
<p><a href="http://www.finanzen.net/insiderdaten/" target="_blank">Finanzen.net</a></p>
<p>Ein wirklich gut gemachtes Portal und natürlich gibt es hier auch eine Rubrik mit Insiderdaten. Man sieht hier immer alle Transaktionen für einen gesamten Monat im Überblick. Klickt man auf ein Unternehmen, so sieht man alle Transaktionen der Vergangenheit für das jeweilige Unternehmen. Was will man mehr.</p>
<p><a href="http://www.insiderdaten.de/" target="_blank">Insiderdaten.de</a></p>
<p>Insiderdaten bietet etwas sehr ähnliche an, wobei diese Seite nur auf die Insidertransaktionen ausgerichtet ist und sonst wenig zusätzliche Informationen bietet. Wem dies reicht, der kann hier gerne einmal vorbei schauen.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Insiderkäufe sind für mich definitiv einer der Punkte auf die ich bei meinen Anlagen auch schaue. Vor allem wenn wichtige Personen, die langfristig an dem Unternehmen interessiert sind noch weiter Geld in das Unternehmen stecken, dann ist das für mich ein wirklich positives Zeichen. Allerdings sollte dies wie immer nicht das einzige Zeichen sein, an dem man sich orientiert und seine Anlageentscheidung festmacht. Das Gesamtbild muss halt einfach stimmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Grenzen der Bilanzanalyse &#8211; Artikelserie</title>
		<link>http://www.mein-portfolio-online.de/2012/03/grenzen-der-bilanzanalyse-artikelserie/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 08:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlagegrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir nun in den letzten Beiträgen einen Überblick über die Bilanz im allgemeinen gewonnen haben, möchte ich nun in diesem Artikel einmal auf die  Grenzen der Bilanzanalyse eingehen. So ist es nämlich nicht so, dass man mit dem Studium der Bilanz ein Unternehmen komplett erfassen kann und alle Unsicherheiten ausschließen kann. Wäre dies so einfach, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir nun in den letzten Beiträgen einen Überblick über die Bilanz im allgemeinen gewonnen haben, möchte ich nun in diesem Artikel einmal auf die  Grenzen der Bilanzanalyse eingehen. So ist es nämlich nicht so, dass man mit dem Studium der Bilanz ein Unternehmen komplett erfassen kann und alle Unsicherheiten ausschließen kann.<span id="more-3929"></span></p>
<p>Wäre dies so einfach, dann würde es nicht regelmäßig zu drastischen Fehlbewertungen kommen, da jeder einfach nur die Bilanzen studieren müsste und damit das komplette Unternehmen analysiert hätte. Nur durch diese Unsicherheiten in den Bilanzen ist es möglich, dass solche Fehlbewertungen auftreten.</p>
<p>Positiv ausgedrückt ermöglichen einem diese Unsicherheiten aber auch erst besser als der Markt abzuschneiden, da man diese Informationen nicht perfekt sind und man sich somit durch zusätzliche investierte Arbeit einen Vorsprung vor den anderen Marktteilnehmern erarbeiten kann. Somit besteht durch diese Unsicherheiten die Möglichkeit einen überdurchschnittlichen Gewinn zu erzielen.</p>
<p><em>Dieser Beitrag ist Teil der <a title="Bilanz lesen" href="/2011/10/einfuehrung-in-die-bilanzanalyse-lerne-eine-bilanz-zu-lesen-artikelserie/">Artikelserie Einstieg Bilanzanalyse.</a> In dieser Serie erkläre ich Schritt für Schritt, wie man eine Bilanz liest.</em></p>
<h2>Grenzen der Bilanzanalyse</h2>
<p>Die Bilanz an sich ist ja ein sehr nettes Zahlenwerk und deren Einführung sowie Veröffentlichungspflicht ist definitiv ein riesiger Schritt in Richtung Transparenz. Aber man sollte sich auch immer über die Grenzen dieser Zahlen im klaren sein und wissen, was nicht oder nur ungenügend in diesen erfasst wird.</p>
<h3>Unvollständige Informationen</h3>
<p>Geht man in der Unternehmensanalyse einmal wirklich in die Tiefe, so erreicht man bei sehr vielen Unternehmen irgendwann den Punkt, dass einem die gelieferten Daten nicht mehr genug Informationen liefern. Dies ist auch nachvollziehbar, da die Bilanz für die Gesamtheit der Unternehmen entworfen wurde, aber prinzipiell jedes Unternehmen einmalig ist.</p>
<p>Daher benötigt aber auch jedes Unternehmen eigentlich eine maßgeschneiderte Bilanz und kein allgemeines Schema. Natürlich ist dies nicht realisierbar, jedoch führt dies in der Praxis dazu, dass die in der Bilanz angegebenen Punkte oft mehrere Komponenten enthalten und man somit auf die einzelnen ursprünglichen Komponenten keinen Zugriff hat.</p>
<p>Um hier einmal ein grobes Beispiel zu nennen, wird nur der gesamte Umsatz eines Unternehmens angegeben, aber oftmals nicht, wie dieser sich auf die unterschiedlichen Produkte genau verteilt. Es kann hier mit der Zeit daher zu ziemlichen Verschiebungen kommen, ohne dass man es dem Unternehmen ansieht.</p>
<h3>Zahlen aus der Vergangenheit</h3>
<p>Der nächste Punkt wichtige Punkt ist, dass sich diese Zahlen immer nur auf die Vergangenheit richten und meistens schon etwas älter sind.  Diese Berichte beschreiben immer nur die Entwicklung der Vergangenheit und nur die Dinge, die bisher eingetroffen sind. Die Zukunft jedoch ist immer ungewiss, auch wenn das Management hier in der Regel eine Prognose abgibt.</p>
<p>Daneben ist es auch so, dass die Quartalsberichte zwar meistens sehr pünktlich kommen, der Jahresbericht aber oftmals mit einiger Verspätung veröffentlicht wird. So dass zwischen dem aktuellen Stand und den erhaltenen Informationen noch stärkerer Abweichungen vorliegen können.</p>
<h3>Legale/Illegale Bilanzmanipulation</h3>
<p>Dieser Punkt spielt natürlich noch einmal in einer anderen Liga. Hat man das Management gegen sich, so sieht es natürlich schlecht aus. Die Bilanzierungsregeln erlauben nämlich eine ganze Menge legaler Bilanzmanipulationen, mit denen man sehr viel verschleiern kann, wenn man nur möchte. Dies kann es extrem schwer bis hin zu unmöglich machen, negative Entwicklungen zu entdecken.</p>
<p>Man denke hier nur einmal an die Banken in der aktuellen Krise, die massenhaft Schrottpapiere in ihren Tochtergesellschaften liegen haben, die von den Bilanzen jedoch nur stark eingeschränkt erfasst werden. Dies ist definitiv einer der Gründe, warum man auf ein aufrichtiges Management achten sollte, wenn man in ein Unternehmen investiert und nur in Banken investieren sollte, wenn man wirklich weiß, was man da macht.</p>
<p>Bei den illegalen Bilanzmanipulationen ist dies noch schlimmer. Wird von Seiten des Managements eine Missachtung der gesetzlichen Regeln in Kauf genommen, so ist man als Außenstehender ziemlich machtlos, was die Bewertung angeht. Man sollte daher bei dem geringsten Verdacht auf Manipulation die Finger von einem Unternehmen lassen und sich lieber ein anderes suchen.</p>
<h3>Nur messbare Werte enthalten</h3>
<p>Zum Schluss aber auch wieder mal ein positiver Punkt, der oftmals zwar nicht in der Bilanz enthalten ist, der einem aber langfristig einen Vorteil verschaffen kann. So gibt es bei einer Reihe von Unternehmen einige nicht messbare Werte, die sich jedoch nicht in der Bilanz widerspiegeln.</p>
<p>Hierunter fallen Markennamen, die es Unternehmen erlauben höhere Preise für ihre Produkte durchzusetzen und somit den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil geben. Aber auch Patente, besondere Marktstellungen oder auch nur ein sehr fähiges Management am besten unterstützt durch stabile Besitzverhältnisse.</p>
<p>All diese Punkte können einem Unternehmen langfristig zum Erfolg verhelfen, ohne jedoch in der Bilanz aufzutauchen.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Wie man sieht, stehen viele wichtige Punkte definitiv nicht in der Bilanz eines Unternehmens. Eine wirkliche Bewertung eines Unternehmens fängt mit der Bilanz daher auch erst richtig an. Möchte man die zukünftige Entwicklung realistisch einschätzen können, muss man zwar die Bilanz sehr gut verstehen, aber mindestens so gut auch die Punkte außerhalb der Bilanz bewerten können, aber dies geht über diese Artikelserie hinaus.</p>
<p>Damit endet hier jetzt meine zweite Artikelserie und ich hoffe, dass vielen jetzt die Bilanz der Unternehmen etwas verständlicher geworden ist. Natürlich ist dies noch lange nicht mein letzter Artikel zu diesem Thema, ich werde hier in Zukunft sicherlich auch noch weiter auf dieses Thema eingehen und es noch stärker vertiefen.</p>
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		<title>Infografiken zu Aktien und Dividenden</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 07:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleger-Links]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim surfen im Netz bin ich mal wieder auf etwas gestoßen, was ich meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten möchte. Dabei handelt es sich um zwei Infografiken von Gevestor. Diese beschäftigen sich einmal mit dem Thema Aktien und einmal mit den Dividenden und enthalten eine ganze Menge an Informationen in der Übersicht. Zum vergrößern einfach auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim surfen im Netz bin ich mal wieder auf etwas gestoßen, was ich meinen Lesern natürlich nicht vorenthalten möchte. Dabei handelt es sich um zwei Infografiken von <a href="http://www.gevestor.de" target="_blank">Gevestor</a>. Diese beschäftigen sich einmal mit dem Thema Aktien und einmal mit den Dividenden und enthalten eine ganze Menge an Informationen in der Übersicht. Zum vergrößern einfach auf diese klicken. Viel Spaß damit!<span id="more-4045"></span></p>
<h2>Was ist eine Aktie?</h2>
<p><a href="http://www.gevestor.de/ressources/was-ist-eine-aktie.html"><img src="http://www.gevestor.de/fileadmin/media/bilder/gevestorintern/infografiken/was-ist-eine-aktie.jpg" alt="Infografik Börse lernen: Was ist eine Aktie?" width="600" height="1500" border="0" /></a></p>
<h2>Was sind Dividenden?</h2>
<h2><a href="http://www.gevestor.de/ressources/was-sind-dividenden.html"><img src="http://www.gevestor.de/fileadmin/media/bilder/gevestorintern/infografiken/Was_sind_Dividenden.jpg" alt="Infografik: Was sind Dividenden?" width="600" height="1500" border="0" /></a></h2>
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		<title>9 Grundregeln die man beim Sparen einhalten sollte</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 10:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlagetipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Sparen wird ja gemeinhin als etwas negatives  und unangenehmes dargestellt. Oft hört man, dass man sich zu sehr einschränken oder unter Kontrolle haben muss. Den meisten Menschen gefällt der Gedanken eher weniger, bei jedem Kauf genau auf das Geld zu schauen und sie wollen lieber unbekümmert das Leben genießen. Ich kann diese Position sehr gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sparen wird ja gemeinhin als etwas negatives  und unangenehmes dargestellt. Oft hört man, dass man sich zu sehr einschränken oder unter Kontrolle haben muss. Den meisten Menschen gefällt der Gedanken eher weniger, bei jedem Kauf genau auf das Geld zu schauen und sie wollen lieber unbekümmert das Leben genießen.</p>
<p>Ich kann diese Position sehr gut nachvollziehen, da auch ich nicht bei jeder Kleinigkeit auf das verfügbare Geld schauen möchte. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass einige Grundregeln sehr stark dabei helfen können und das Sparen vereinfachen. So kann es nämlich ziemlich leicht sein, wenn man nur ein paar einfache Grundsätze befolgt. <span id="more-3920"></span></p>
<p>Heute möchte ich hier daher einmal 9 Grundregeln vorstellen, die das Sparen insgesamt einfacher machen.</p>
<h2>Am Anfang des Monats Sparen</h2>
<p>Beginnen möchte ich hier mit einem meiner Lieblingstipps, der sehr vieles vereinfacht. Wird das zu sparende Geld am Anfang des Monats auf ein anderes Konto überwiesen, dann ist es aus den Augen und man gerät nicht mehr in Versuchung dieses Geld auszugeben. Meiner Meinung nach ist dies einer der Hauptgründe, warum bei vielen das mit dem Sparen nicht klappt. So wird erst am Ende des Monats geschaut, was übrig geblieben ist. Dies ist dann aber meistens nicht mehr allzu viel. Ich kenne das nämlich von mir selber sehr gut, dass es immer sehr verlockend ist alles Geld auszugeben, was man noch so auf dem Konto liegen hat.</p>
<h2>Immer eine Notreserve parat haben</h2>
<p>Neben dem Konto mit dem Geld für die aktuellen Leistungen und einem separaten Depot für das angesparte Geld, ist es sehr sinnvoll eine eiserne Reserve zu besitzen. Diese Reserve befindet sich am besten auf einem getrennten Tagesgeldkonto und schützt einen davor in Notfällen das Angesparte plündern zu müssen, was man aus zwei Gründen unterlassen sollte. Zum einen erwischt man zu diesem Zeitpunkt, wenn man das Geld gerade braucht, dann sicherlich nicht die besten Kurse und zum anderen sollte man sich gar nicht angewöhnen dieses Geld zu verwenden. Denn wenn man einmal damit anfängt an das Gesparte zu gehen, ist es auch ganz schnell komplett geplündert. Und dies wird mit einer eisernen Reserve verhindert.</p>
<h2>Mindestens 20% des Geldes sparen</h2>
<p>Die Sparquote ist sehr wichtig für die langfristige Entwicklung und sollte möglichst hoch gewählt werden. Je mehr man schafft regelmäßig bei Seite zu legen, desto schneller baut sich das eigene Vermögen auf und desto schneller erreicht man seine persönlichen Ziele. Die durchschnittliche Sparquote beträgt in Deutschland ca. 10%, was mir persönlich zu niedrig ist. 20% sollte eigentlich von jedem zu schaffen sein und man kommt damit wesentlich schneller ans Ziel. Schafft man es sogar noch mehr zu sparen, ohne sich großartig einschränken zu müssen, dann ist das um so besser. Ich habe hier schon einmal einen ganzen Artikel zur <a title="Sparquote" href="/2011/12/die-sparquote-und-die-finanzielle-unabhaengigkeit/">Sparquote veröffentlichte</a>, der in diesem Zusammenhang vielleicht auch sehr lesenswert ist.</p>
<h2>Einen Überblick über die Finanzen bekommen</h2>
<p>Dies sollte jeder von Zeit zu Zeit einmal machen. Hierbei schlüsselt man alle Ausgaben eines Monats auf. Aus dieser Übersicht sieht man sehr schön, wo das ganze Geld eigentlich geblieben ist. So können sich Kleinigkeiten über einen ganzen Monat zu ganz schönen Summen addieren. Solch eine Übersicht hilft einem systematisch zu verstehen, an welchen Stellen man am leichtesten noch etwas Geld sparen kann und wo es am effektivsten ist.</p>
<p>Ein echter Klassiker in sind hierbei die abgeschlossenen Verträge, die man regelmäßig bezahlen muss und schon über Jahre laufen. Oftmals findet man nach einiger Zeit schon wesentlich günstigere Tarife, so dass man durch einen einmaligen Wechsel hier langfristig einiges sparen kann. Manchmal kann man einige Verträge auch ganz kündigen, da man sie überhaupt nicht mehr benötigt. Um so etwas zu sehen, muss man sich aber erst einmal klar machen, wo das eigene Geld denn wirklich geblieben ist.</p>
<h2>Langfristig planen</h2>
<p>Dies ist eine Sache, die man eigentlich nur einmal in seinem Leben richtig machen muss. Auch wenn man noch jung ist und den größten Teil des Lebens noch vor sich hat, sollte man sich einmal intensiv mit seiner langfristigen Planung beschäftigen und schauen wie man die Zukunft finanzieren möchte und wie man hierbei strategisch am besten vorgehen sollte. Wenn man sich einmal mit diesen Themen befasst, dann kann man langfristig viel entspannter an die Sache heran gehen und muss nur noch von Zeit zu Zeit einmal die aktuelle Lage mit der Planung vergleichen und entsprechend darauf reagieren, falls man nicht im Plan ist.</p>
<p>Ganz typische Fehler sind hierbei zu denken, dass die Rente noch zu weit weg ist und man später noch viel Zeit hat sich darum zu kümmern. Möchte man nicht zu viel vom Zinseszinseffekt verlieren, dann sollte man so früh wie möglich anfangen, auch wenn die gesparten Beträge dann etwas geringer ausfallen.</p>
<h2>Die Finger von Schulden lassen</h2>
<p>So schön, wie es ja ist, wenn der Zinseszinseffekt für einen arbeitet, so gefährlich kann es sein, wenn er gegen einen arbeitet. Dies passiert aber genau dann, wenn man Schulden aufnimmt. Mit der Zeit muss man diese verzinst zurückzahlen und wenn man dies nicht kann, dann  werden weitere Kredite benötigt. Im schlimmsten Fall gerät man so in eine Schuldenspirale.</p>
<p>Prinzipiell bin ich ein strikter Gegner von Schulden, vor allem wenn sie zu Konsumzwecken aufgenommen werden. So verlagert man hiermit die Kosten nur in die Zukunft und erhöht den gezahlten Preis. Einzige Ausnahmen, die ich zulassen würde sind zur Finanzierung der eigenen Ausbildung, wenn die Aussicht auf Rückzahlung besteht und bei der Finanzierung der eigenen Immobilie, wenn der Kredit durch den Wert gesichert ist.</p>
<h2>Ordentlich mit Versicherungen schützen</h2>
<p>Ich weiß gar nicht, warum dieser Punkt so oft unter den Tisch fällt, da er doch in meinen Augen so wichtig ist. Natürlich sollte man sein Vermögen langfristig auch durch Versicherungen absichern. Hierbei gilt aber, dass Versicherungen prinzipiell nur schützen sollten und nicht zum Vermögensaufbau geeignet sind. Von dem Klassiker der Kapitallebensversicherung würde ich daher die Finger lassen.</p>
<p>Vielmehr sollen hier die großen und gefährlichen Risiken abgedeckt werden. Besonders wichtig sind hierbei  die Haftpflichtversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. In beiden Fällen, schützen diese einen vor Extremsituationen, wenn man jemanden anderen in großer Höhe schädigt oder seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und somit die gesamte Lebensfinanzierung in Frage steht. Hat man eine Familie und nur einen Hauptverdiener, so kann auch zusätzlich noch eine einfache Lebensversicherung Sinn machen, um die Familie zu schützen.</p>
<h2>Ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften</h2>
<p>Beim Sparen hat man prinzipiell zwei Möglichkeiten zur Verfügung wie man sparen kann. Entweder durch Einschränken der unnötigen Ausgaben oder indem man seine Einnahmen erhöht. Welche der beiden Möglichkeiten hierbei die sinnvollere Wahl ist, kommt auf die gegebenen Umstände an. Am wahrscheinlichsten ist aber eine Kombination aus beidem.</p>
<p>Hat man seine Ausgaben schon gut im Griff, aber nebenher noch etwas Zeit, so kann man sich ja überlegen ob man diese Zeit nicht nutzt, um noch etwas mehr Geld zu verdienen. Von diesem zusätzlichen Geld kann man dann etwas bei Seite legen. Das muss jetzt kein kompletter zweiter Job sein, aber ein paar Stunden in der Woche können über einen langen Zeitraum einen sehr großen Unterschied machen.</p>
<h2>Nicht mit Geld spekulieren</h2>
<p>Und last but not least, sollte man sich immer gut überlegen, was man mit seinem Geld wirklich anfängt und es am besten anlegt. Prinzipiell gilt, dass alles was kurzfristig zu starke Renditen verspricht auch mit einem höheren Risiko verbunden ist. Daher sollte man entweder nur langfristig und breiter gestreut anlegen oder ziemlich genau wissen, was man wirklich macht. Hält man sich an diese einfache Regel, wird man um einiges entspannter durchs Leben gehen können.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Diese Regeln haben mir persönlich schon sehr stark geholfen nicht immer alles Geld auszugeben und langfristig zu sparen. Was mir persönlich gut an diesen gefällt ist, dass sie einem im Alltag eine recht große Freiheit lassen, wenn man diese einmal umgesetzt hat und sich die Zeit genommen hat diese zu verwirklichen. So geht es dabei nämlich gerade nicht darum, sich das Geld für etwas zu verkneifen, sondern darum, sich langfristig zu überlegen was einem wichtig ist und Struktur in den Umgang mit dem eigenen Geld zu bringen.</p>
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		<title>Börsengang Facebook &#8211; Chancen und Risiken</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 07:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmensbewertungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute kommt hier mal wieder eine Unternehmensbewertung, von denen ich in der letzten Zeit hier viel zu wenig veröffentlicht habe. Hierzu habe ich mir ein sehr junges Unternehmen heraus gesucht, welches aktuell aber gerade die Medien sehr stark in Beschlag nimmt. Nämlich Facebook. Oh nein, nicht schon wieder Facebook, werden sicherlich so einige jetzt denken. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute kommt hier mal wieder eine Unternehmensbewertung, von denen ich in der letzten Zeit hier viel zu wenig veröffentlicht habe. Hierzu habe ich mir ein sehr junges Unternehmen heraus gesucht, welches aktuell aber gerade die Medien sehr stark in Beschlag nimmt. Nämlich Facebook.<span id="more-3906"></span></p>
<p>Oh nein, nicht schon wieder Facebook, werden sicherlich so einige jetzt denken. Schließlich hört man aktuell von jedem Klatschblatt über dieses Unternehmen und den bevorstehenden Börsengang. Bevor jetzt schon die ersten wieder abspringen, möchte ich gleich sagen, dass ich diesen Börsengang mit etwas anderen Augen sehe als die breite Masse der Medien und vieler Kommentatoren.</p>
<h2>Was ist Facebook?</h2>
<p>Blöde Frage <img src='http://www.mein-portfolio-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> . Natürlich kennt jeder Facebook. Facebook ist DAS social-net schlechthin. Mit aktuell über 800 Millionen aktiven Nutzern weltweit pro Monat bei weitem das größte. Hier treffen sich die Leute um sich miteinander zu unterhalten, gegenseitig Neuigkeiten auszutauschen, zu spielen und vieles mehr&#8230;</p>
<p>Dies schlägt sich natürlich auch in den Zahlen nieder, so sind Wachstumsraten der Nutzerzahlen über die letzten Jahren sehr hoch, wie man es aber so oft von Internetfirmen gewohnt ist</p>
<p>Ok, das hört sich alles nach normaler Internetklitsche an, die man schon oft genug gesehen hat und die zu dem Börsengang gehyped wurden. Viele haben hier die Erinnerungen an die Internetblase um 2001 wieder hervorgerufen und Facebook mit diesen Firmen verglichen. Aber diese Einschätzung trifft es meiner Meinung nach nicht und übersieht so einiges.</p>
<h2>Aktuelle Bewertung von Facebook</h2>
<p>Ein sehr großer Unterschied zu den Firmen in der Dotcomblase ist, dass Facebook schon seit mindestens 3 Jahren profitabel arbeitet und stark steigende Gewinne abwirft (Die Daten findet man <a href="http://www.sec.gov/Archives/edgar/data/1326801/000119312512034517/d287954ds1.htm" target="_blank">hier</a>). Dies ist natürlich nicht das alleinige Kriterium, welches dieses Unternehmen von anderen Internetunternehmen unterscheidet, aber es ist schon einmal ein netter Anfang.</p>
<p>Um näheres über die Bewertung sagen zu können, müssen wir einmal einen Blick in die Bilanz werfen. So hat Facebook in dem abgelaufenen Jahr 2011 einen Gewinn von 1 Milliarde $ erwirtschaftet, was nicht allzu viel ist für ein Unternehmen von diesem Kaliber.</p>
<p>Für den Börsengang soll eine Marktkapitalisierung von 100 Milliarden $ angestrebt werden, was ungefähr einem KGV von 100 entspricht. Das ist natürlich eine Größenordnung, bei der man erst einmal schlucken muss und Vorsicht angebracht ist. Allerdings sind die Wachstumsraten so hoch, dass diese Bewertung schon in 2 Jahren absolut berechtigt sein kann.</p>
<p>Daneben muss man auch sehen, dass der Umsatz mit unter 4 Milliarden $ doch noch sehr niedrig ist für ein Unternehmen von diesem Kaliber (Der Umsatz von Google ist ca. 10 mal größer). Da Facebook es aber schafft 25-30% des Umsatzes in Gewinn zu verwandeln und das Unternehmen somit sehr hohe Margen erwirtschaftet, ist auch noch sehr viel Entwicklungspotential vorhanden.</p>
<p>Gegenüber Google besitzt Facebook auf dem Werbemarkt auch einen starken Vorteil. So ist hier zwar aktuell Google mit seinen Adsense Anzeigen das größte Unternehmen im Internetwerbemarkt, jedoch verfügt Facebook über die Möglichkeit die Werbung wesentlich stärker auf die Zielgruppe zu konzentrieren.</p>
<p>Google hat mit seinen Adsense Werbung den Werbemarkt im Internet revolutioniert, indem es die Werbung für jede einzelne Seite und deren Besucher maßgeschneidert hat. Facebook geht diesen Weg noch stärker und erlaubt es die Werbung auf die Nutzer Maßzuschneidern.</p>
<p>Man möchte nur Männer im Alter von 37 Jahren in einer Beziehung in der Region Berlin ansprechen. Über Facebook geht dies. Über Google nicht. Daher wird sich ein Teil des Werbemarktes sicherlich in Zukunft stärker auf Facebook konzentrieren.</p>
<h2>Wettbewerbsvorteil von Facebook</h2>
<p>Nun sind ja Vorhersagen bekanntermaßen höchst schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Woher soll man sich denn so sicher sein, dass ein Unternehmen denn auch dieses Potential ausschöpft. Hierbei ist es immer sehr hilfreich, wenn ein Unternehmen über einen Wettbewerbsvorteil verfügt, den andere Unternehmen so nicht besitzen und dieses somit vor anderen geschützt ist.</p>
<p>Wie der Zufall dies so will, ist dies bei Facebook auch gegeben. Hier sorgt nämlich das Netz der Nutzer dafür, dass sich immer mehr Nutzer bei Facebook anmelden und andere konkurrierende Unternehmen einen schweren Stand haben. Schließlich müssen sie erst einmal eine anständige Nutzerbasis aufbauen. Je mehr User bei Facebook angemeldet sind, desto schwieriger wird dies und desto besser ist Facebook vor anderen geschützt.</p>
<p>Die Marktstellung von Facebook wird übrigens sehr schön an dem deutschen Konkurrenten StudiVZ aufgezeigt. Dieses Portal ist innerhalb von ca 3 Jahren von dem wichtigsten deutschen Portal zur Bedeutungslosigkeit abgestiegen. Der Hauptgrund dürfte wohl an der fehlenden internationalen Ausrichtung gelegen haben, so dass es ein Abfließen der Nutzer zu Facebook gab. Wettbewerbsvorteile, die auf solch einer Vernetzung von Nutzern beruhen, sind in der Regel recht stark.</p>
<p>Der einzige Konkurrent, der Facebook langfristig gefährlich werden könnte, ist wohl Google, welches mit Google+ eine Alternativplattform auf die Beine gestellt hat. Google schafft es zusätzlich noch durch ihre angebotenen Dienste, für die sich die Nutzer sowieso schon anmelden müssen, genügend Nutzer in dieses Netzwerk zu bringen.</p>
<p>Ob sie damit langfristig Erfolg haben werden und ob dieses Netzwerk zu einem echten Konkurrenten aufsteigen wird, ist aktuell noch unklar und es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis sich das zeigen wird. Aktuell jedenfalls ist Facebook von den Nutzerzahlen ca. 10 mal größer, was erst einmal durch Google aufgeholt werden muss. Und selbst wenn dies passieren würde denke ich, dass dies keine Gefahr für Facebook darstellen muss, da zwei große Netze auch nebeneinander her existieren können.</p>
<h2>Der Börsengang von Facebook</h2>
<p>Prinzipiell bin ich ja kein großer Fan von Börsengängen, da hier einfach die mediale Aufmerksamkeit zu hoch ist und diese Unternehmen dann einfach zu stark gepushed werden. Ich habe es da dann doch lieber, wenn es etwas ruhiger ist und man zu günstigen Kursen einsteigen kann, ohne dass sich die Breite Masse darauf stürzt.</p>
<p>Ein interessanter Punkt an dem Börsengang von Facebook ist, dass die Art und Weise doch eher ungewöhnlich ist. So ist es hier nämlich so, dass nur ein sehr kleiner Teil des Unternehmens an die Börse kommen soll (5% bzw. 5 Milliarden $). Dies ist in meinen Augen ein wirklich positiver Punkt, da hiermit nicht das komplette Unternehmen verkauft werden soll. Vielmehr soll nur das Handeln mit diesen Anteilsscheinen erleichtert werden.</p>
<p>Mann muss sich nämlich bei einem Unternehmen immer fragen, warum jemand dieses Verkaufen will. Hier sieht es aber nicht so aus, als ob die wichtigen Besitzer aus dem Unternehmen aussteigen wollen, sondern nur sehr kleine Anteilsinhaber verkaufen wollen.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Facebook ist definitiv ein Unternehmen, welches auf meiner Watchlist ziemlich weit oben stehen wird, wenn es erst einmal wirklich gehandelt wird. Jedoch werde ich nicht bei dem Börsengang dabei sein. Ich werde erst einmal abwarten, bis das Unternehmen nicht mehr so prominent in den Medien vertreten ist und bei einer günstigen Gelegenheit zuschlagen. Aber interessant ist das Unternehmen allemal.</p>
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		<title>Der Aktienrückkauf &#8211; Auswirkungen für die Aktionäre</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 07:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlagegrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade dann, wenn man anfängt sich mit der Börse zu beschäftigen, dann gibt es so einige Dinge, die einen an diesem komplexen Thema verwirren können. So sind einige der finanziellen Vorgänge am Anfang etwas schwieriger zu verstehen. Einer dieser Punkte, die immer mal wieder für Verwirrung sorgt, ist der Vorgang der Aktienrückkäufe von Unternehmen. Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade dann, wenn man anfängt sich mit der Börse zu beschäftigen, dann gibt es so einige Dinge, die einen an diesem komplexen Thema verwirren können. So sind einige der finanziellen Vorgänge am Anfang etwas schwieriger zu verstehen. Einer dieser Punkte, die immer mal wieder für Verwirrung sorgt, ist der Vorgang der Aktienrückkäufe von Unternehmen.<span id="more-3817"></span></p>
<h2>Was ist ein Aktienrückkauf?</h2>
<p>Bei einem Aktienrückkauf werden von einem Unternehmen eigene Aktien aufgekauft. Es gilt hierbei aber zu beachten, dass die Menge an Aktien, die ein Unternehmen an eigenen Aktien halten darf, auf maximal 10% der sich im Umlauf befindenden Aktien beschränkt ist.</p>
<p>Bevor ein Unternehmen aber eigene Aktien kaufen darf, muss es sich aber erst einmal die Erlaubnis der aktuellen Aktionäre einholen. Dies geschieht auf der jährlichen Hauptversammlung, auf der dann auch festgelegt wird, wieviel Geld maximal für den Aktienrückkauf aufgewendet werden soll.</p>
<p>Nachdem das Unternehmen dann diese Erlaubnis erteilt bekommen hat, kann es dann mehr oder weniger nach belieben eigene Aktien zurückkaufen. Wie und in welche Umfang diese Freiheiten genutzt werden hängt hierbei stark von dem Management und den aktuellen Aktienkursen ab.</p>
<p>So gibt es beispielsweise Unternehmen, die das verfügbare Budget auf die Anzahl der Börsentage umlegen und jeden Tag für die gleiche Menge Geld eigene Aktien zurück kaufen. Dann gibt es auch Unternehmen, die nur bis zu einer gewissen Kurshöhe Aktien kaufen, unterhalb dieser Grenze dann aber vermehrt. Das Management hat in diesen Punkten ziemliche Entscheidungsfreiheit.</p>
<h2>Auswirkungen des Aktienrückkaufs</h2>
<p>Das ist zwar alles schön und gut, aber warum schreibe ich das hier? Was bringt mir als Anleger all dieses Wissen und wie kann ich von diesen Aktienrückkäufen profitieren?</p>
<p>Zuerst sollte man sich einmal überlegen, was durch den Aktienrückkauf passiert. Als erstes verringert sich die Anzahl der frei handelbaren Aktien, was aber in den meisten Fällen keine allzu wichtige Sache ist.</p>
<p>Spannender wird dann schon, dass durch diese Käufe das Unternehmen weniger Dividende zahlen muss. So braucht es natürlich keine an sich selber auszahlen weshalb die Anzahl dividendenberechtigter Aktien verringert wird. Daher kann diese bei gleichbleibender Geldmenge steigen oder es wird bei gleicher Dividendenhöhe weniger Geld benötigt.</p>
<p>Richtig interessant wird es dann aber, wenn man sich anschaut, was das Unternehmen langfristig mit diesen Aktien vorhat. So gibt es hier prinzipiell zwei unterschiedliche Möglichkeiten diese zu verwenden.</p>
<p>Die erste wäre einmal die Aktien wieder einzuziehen. Hierbei würden dauerhaft die Anzahl der existierenden Aktien verringert. Was zur Folge hätte, dass die übrigen Aktien einem höheren Anteil an dem Unternehmen entsprechen, was sich langfristig in höheren Kursen niederschlagen sollte (Der Buchwert pro Aktie steigt).</p>
<p>Alternativ könnte das Unternehmen diese Aktien behalten, um sie in Zukunft wieder abzugeben. Sei es um eine Übernahme zu finanzieren oder als Aktienpaket an die eigenen Beschäftigten. Davon hat der Aktionär dann erst einmal wenig von.</p>
<h2>Wann ist ein Aktienrückkauf positiv?</h2>
<p>Wie so oft im Leben kann man auch bei diesen Vorgängen nicht sagen, dass ein Aktienrückkauf per se positiv ist. Vielmehr kommt es auch hierbei wieder darauf an, wie und wann das Unternehmen ihn vornimmt.</p>
<p>Geht es clever vor und kauft zu niedrigen Kursen, so zahlt sich der Aktienrückkauf langfristig für die Aktionäre in Form von höheren Dividenden und höheren Aktienkursen aus.</p>
<p>Richtig schön wird dies für langfristige Investoren, wenn der Zinseszins Effekt wirken kann. So muss diese Form der Auschschüttung nämlich erst dann besteuert werden, wenn die Aktien verkauft werden.</p>
<p>Dividenden werden jedoch sofort besteuert und dann muss das Geld auch wieder angelegt werden, wodurch Orderkosten entstehen. Für einen langfristigen Investor sind daher Aktienrückkäufe einer Dividendenausschüttung vorzuziehen. Aber nur, wenn diese Rückkäufe auch ordentlich durchgeführt werden.</p>
<p>Dies ist aber leider nicht immer der Fall. So habe ich es schon häufiger gesehen, dass diese zu den komplett falschen Zeiten durchgeführt werden, nämlich dann, wenn die Aktie schön überbewertet ist. In diesem Fall machen die Altaktionäre einen schlechten Deal, da sie dann einen Teil ihres Unternehmens zu überhöhten Preisen zurück kaufen.</p>
<p>In solchen Fällen ist es oft sinnvoller das Geld anderweitig zu verwenden, sei es als Investition oder auch als erhöhte Dividendenausschüttung. Neben dieser ungünstigen Vorgehensweise gibt es aber noch einen wesentlich schlechteren Fall.</p>
<p>So kommt es manchmal auch vor, dass die eingezogenen Aktien dann nicht einbehalten werden, sondern dann verbilligt wieder weitergegeben werden. Sei es zur Bezahlung einer Übernahme oder in Form von Aktienpaketen an die Mitarbeiter (natürlich hauptsächlich an das Management).</p>
<p>Gerade der letztere Fall ist oftmals eine dreiste Bereicherung an dem Geld der Aktionäre und ich sehe so etwas als ein sehr negatives Zeichen an. Hier sollte man sich dann wirklich überlegen, ob man in solch ein Unternehmen dauerhaft investieren möchte oder sich nicht einfach eine bessere Alternative sucht.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Zusammengefasst lässt sich mal wieder nur sagen, dass auch der Aktienrückkauf zwei Gesichter hat und man auch in diesem Fall genau untersuchen muss, wie dieser durchgeführt wird. Er kann von einem seriösen Management zum Wohle der Aktionäre durchgeführt werden, aber auch zu der eigenen Bereicherung. Im Fall eines guten Managements, das die Interessen der Aktionäre vertritt ist dies aber ein sehr positives Werkzeug.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wichtige Bilanzkennzahlen &#8211; Artikelserie</title>
		<link>http://www.mein-portfolio-online.de/2012/01/wichtige-bilanzkennzahlen-artikelserie/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 20:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlagegrundlagen]]></category>

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		<description><![CDATA[So langsam geht auch diese Artikelserie wieder ihrem Ende zu. Nachdem wir uns in den letzten Beiträgen mit der Bilanz vertraut gemacht haben, werden wir uns heute einmal ein paar daraus abgeleitete Bilanzkennzahlen anschauen. Dieser Beitrag ist Teil der Artikelserie Einstieg Bilanzanalyse. In dieser Serie erkläre ich Schritt für Schritt, wie man eine Bilanz liest. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So langsam geht auch diese Artikelserie wieder ihrem Ende zu. Nachdem wir uns in den letzten Beiträgen mit der Bilanz vertraut gemacht haben, werden wir uns heute einmal ein paar daraus abgeleitete Bilanzkennzahlen anschauen.</p>
<p><span id="more-3773"></span></p>
<p><em>Dieser Beitrag ist Teil der <a title="Bilanz lesen" href="/2011/10/einfuehrung-in-die-bilanzanalyse-lerne-eine-bilanz-zu-lesen-artikelserie/">Artikelserie Einstieg Bilanzanalyse.</a> In dieser Serie erkläre ich Schritt für Schritt, wie man eine Bilanz liest.</em></p>
<h2>Warum weitere Bilanzkennzahlen?</h2>
<p>Es drängt sich natürlich erst einmal die Frage auf, warum man noch weitere Bilanzkennzahlen einführen sollte. Schließlich haben wir ja in der Bilanz an sich schon alle wichtigen Daten aufgeführt und somit alles Wesentliche erfasst.</p>
<p>Nun stehen in der Bilanz jedoch nur absolute Zahlen, mit denen es nicht immer leicht ist zu rechnen. So muss man beispielsweise viele Werte in Relation zu einem anderen aus der Bilanz setzen, um eine wirkliche Aussage treffen zu können. Ein Gewinn von einer Millionen ist für ein Unternehmen mit einem Eigenkapital von 5 Millionen ein nettes Ergebnis, für ein anderes mit einem Eigenkapital von 100 Millionen jedoch ein ziemlich miserables.</p>
<p>Es kommt daher immer auf das Verhältnis dieser zwei Größen an. Das Gleiche gilt auch wieder beim Kaufen einer Aktie. Wenn man ein gutes Unternehmen zu einem stark überteuerten Preis kauft, dann hat man zwar ein gutes Unternehmen gekauft, aber trotzdem ein schlechtes Geschäft gemacht. Auch hier kommt es wieder auf die Relation zu dem Kaufpreis an.</p>
<h2>Die beliebtesten Bilanzkennzahlen</h2>
<p>Bevor ich mich den Kennzahlen zuwende, soll noch gesagt sein, dass es von diesen Kennzahlen eine große Menge gibt. So kann man fast beliebig zwei Posten der Bilanz in Relation zueinander setzen und man erhält eine mehr oder weniger aussagekräftige abgeleitete Kennzahl.</p>
<p>Ab einem gewissen Punkt wird man aber genug Kennzahlen beisammen haben und aus weiteren Kennzahlen keine neuen Informationen mehr erhalten.</p>
<p>Da es so viele von ihnen gibt, kann ich in einem einzigen Artikel auch bei weitem nicht alle verwendeten Kennzahlen vorstellen und daher werde ich mich hier erst einmal auf die am meisten verwendeten beschränken.</p>
<h4>KGV &#8211; Kurs-Gewinn-Verhältnis</h4>
<p>Anfangen möchte ich mit der wohl häufigsten anzutreffenden Kennzahl, dem KGV. Bei dieser Kennzahl wird der aktuelle Aktienkurs durch den angefallenen Gewinn geteilt.</p>
<p>Interpretieren kann man diese Zahl, als die Dauer in Jahren, bis das Unternehmen bei gleichbleibendem Gewinn den aktuellen Aktienkurs wieder verdient hat. Meistens liegen die KGV-Werte in dem Bereich von 10-20, wobei natürlich auch manchmal höhere bzw. niedrigere anzutreffen sind. In Formelschreibweise sieht dies dann wie folgt aus:</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{KGV} = \frac{\mbox{Kurs einer Aktie}}{\mbox{Gewinn einer Aktie}} " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Gewinnrendite</h4>
<p>Hierbei handelt es sich gerade um den Kehrwert des KGVs und dies ist in der Praxis meiner Meinung nach die angenehmere Kennzahl. Im Gegensatz zum KGV gibt diese eine echte prozentuale Rendite an, die man viel angenehmer mit anderen Anlageklassen vergleichen kann. Die typischen KGVs von 10-20 entsprechen somit einer Gewinnrendite von 5-10%. Dieser Wert gibt an, welche Rendite mir das Unternehmen bei dem aktuellen Kurs liefert.</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{Gewinnrendite} = \frac{\mbox{Gewinn einer Aktie}}{\mbox{Kurs einer Aktie}}*100 " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Dividendenrendite</h4>
<p>Die Dividendenrendite berücksichtigt im Gegensatz zur Gewinnrendite nur den Teil des Gewinns, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{Dividendenrendite} = \frac{\mbox{Dividende einer Aktie}}{\mbox{Kurs einer Aktie}}*100 " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>EKR &#8211; Eigenkapitalrendite</h4>
<p>Für langfristige Investoren sehr wichtig ist die Eigenkapitalrendite. Dieses Verhältnis gibt an, mit welchem Zinssatz sich das Eigenkapital des Unternehmens verzinst. Da man als Aktionär an dem Eigenkapital des Unternehmens beteiligt ist, sollte man diese Kennziffer im Auge behalten.</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{Eigenkapitalrendite} = \frac{\mbox{Gewinn einer Aktie}}{\mbox{Eigenkapital einer Aktie}}*100 " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>EKQ &#8211; Eigenkapitalquote</h4>
<p>Die Eigenkapitalquote ist für die langfristige Entwicklung eines Unternehmens sehr wichtig. Sie gibt an, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals des Unternehmens ist. Hierbei gilt grob, dass höhere Werte besser sind, da das Unternehmen weniger auf Fremdkapital angewiesen ist und somit unabhängiger von externer Finanzierung. Dem Unternehmen kann somit in einer Krise auch nicht so leicht der Geldhahn abgedreht werden. Bei Werten unterhalb von 50% sollte man vorsichtig sein.</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{Eigenkapitalquote} = \frac{\mbox{Eigenkapital}}{\mbox{Bilanzsumme}}*100 " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>KBV &#8211; Kurs-Buchwert-Verhältnis</h4>
<p>Diese Kennzahl setzt den aktuellen Aktienkurs in Verbindung zu dem Eigenkapital des Unternehmens. Hieraus kann man ersehen, wie teuer das Eigenkapital aktuell ist. Normale Werte liegen hier in dem Bereich von 1-2, könne in Ausnahmen aber natürlich auch höher oder niedriger ausfallen.</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{KBV} = \frac{\mbox{Aktueller Aktienkurs}}{\mbox{Eigenkapital pro Aktie}} " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>KUV &#8211; Kurs-Umsatz-Verhältnis</h4>
<p>Manchmal hat man den Fall, dass ein Unternehmen überhaupt keinen Gewinn erzielt. Sollte dieses auf einmalige Effekte zurückzuführen sein, so kann man das Kurs-Umsatz-Verhältnis berechnen und dann mit früheren Bewertungen vergleichen. Hieraus erhält man einen Hinweis auf eine eventuelle Bewertung, wenn sich die Gewinne wieder normalisieren. Es berechnet sich durch:</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{KUV} = \frac{\mbox{Aktueller Aktienkurs}}{\mbox{Umsatz pro Aktie}} " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>KCV &#8211; Kurs-Cashflow-Verhältnis</h4>
<p>Als letztes möchte ich eine Bilanzkennzahl vorstellen, die des öfteren als Alternative zum KGV herangezogen. Da der Cashflow, wie wir in dieser Artikelserie schon gesehen haben, nicht so leicht zu manipulieren ist, stellt er eine sehr aussagekräftige Kennzahl dar. In Verbindung zu dem aktuellen Aktienkurs lassen sich somit auch Aussagen über die aktuelle Bewertung treffen.</p>
<img src="http://www.forkosh.com/mathtex.cgi?\mbox{KCV} = \frac{\mbox{Kurs einer Aktie}}{\mbox{Cashflow einer Aktie}} " style="float:top;" border="0px" />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Mit dieser kurzen Einführung sollte man jetzt zumindest einmal die wichtigsten abgeleiteten Bilanzkennzahlen kennengelernt haben. Natürlich ist dies hier nur ein grober Überblick und bei weitem noch nicht vollständig.</p>
<p>Ich werde mich in weiteren Beiträgen dann noch näher mit diesen Kennzahlen beschäftigen und das Ganze noch weiter vertiefen. Vor allem ist noch zu klären, wie man diese Kennzahlen jeweils zu interpretieren hat. Dies ist aber an dieser Stelle nicht Sinn dieser Artikelserie und daher werde ich das auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. In dem letzten Teil dieser Serie möchte ich mich dann noch einmal mit <a title="Grenzen der Bilanzanalyse – Artikelserie" href="/2012/03/grenzen-der-bilanzanalyse-artikelserie/">den Grenzen der Bilanzanalyse befassen</a>.</p>
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		<title>Stop Loss Limit &#8211; Sinnvolle Ergänzung oder überflüssig?</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 18:04:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anlagetipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Sache, die mir aufgefallen ist, wenn man mal ein wenig die Literatur für Börsenneulinge durchgeht ist, dass diesen ein Werkzeug so gut wie immer empfohlen wird. Hierbei handelt es sich um das Absichern der eigenen Kurse mit Hilfe von ein Stop Loss Limits. In diesem Artikel gehe ich der Frage nach, ob diese Empfehlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Sache, die mir aufgefallen ist, wenn man mal ein wenig die Literatur für Börsenneulinge durchgeht ist, dass diesen ein Werkzeug so gut wie immer empfohlen wird. Hierbei handelt es sich um das Absichern der eigenen Kurse mit Hilfe von ein Stop Loss Limits.</p>
<p>In diesem Artikel gehe ich der Frage nach, ob diese Empfehlung wirklich so gut ist und es sich dabei um ein wirklich nützliches Werkzeug handelt. <span id="more-3691"></span></p>
<h2>Was ist das Stop Loss Limit?</h2>
<p>Ein Stop Loss Limit ist eine automatische Schranke die man setzen kann, wenn man eine Aktie gekauft hat. Sollte der Kurs der Aktie einmal unter diesen Wert fallen, so wird von dem Handelssystem diese Aktie automatisch verkauft. Der Sinn dahinter ist, dass der Besitzer somit vor weiteren Verlusten geschützt wird.</p>
<p>Gerade Anfängern wird hierbei empfohlen diese bei steigenden Kursen nachzuziehen und somit immer 10-20% unterhalb des aktuellen Kurses zu halten. Es wird behauptet, dass mit solch einer Strategie die Verluste dann auf maximal diesen Bereich begrenzt sind und man somit vor stärkeren Verlusten geschützt ist.</p>
<p>Ich persönliche wende diese Limits prinzipiell jedoch gar nicht an und habe sie auch selber noch nie verwendet. Meiner Meinung nach, gibt es nämlich einige Dinge, die gegen eine Verwendung dieser Limits sprechen.</p>
<h2>Die Probleme mit den Stop Loss Limits</h2>
<p>Mein größtes Problem, was ich mit dieser Technik habe ist, dass diese Grenzen keinen wirklichen Schutz bieten und man sich damit nur selber täuscht und man damit einer Kontrollillusion erliegt. Am Aktienmarkt ist es nämlich ganz normal, dass eine Aktie innerhalb eines kurzen Zeitraums von wenigen Wochen schon einmal um mehr als 10% steigen oder fallen kann.</p>
<p>Diese starken Ausschläge kommen immer mal wieder vor und sind einfach nicht vorhersehbar. Für einen Anleger, der langfristig investiert ist, sind diese Ausschläge auch kein Problem, da ein gutes Unternehmen langfristig im Wert steigen wird. So lange man nicht vorhat zu verkaufen, sind diese Gewinne und Verluste auch nicht wirklich vorhanden, sondern nur auf dem Papier.</p>
<p>Hat man jetzt aber ein Stop Los Limit eingestellt, so kann es sehr gut sein, dass die Aktie gerade in der kurzfristigen Korrektur verkauft wird und man den danach folgenden Anstieg verpasst. Man erwischt damit dann richtig schön den Zeitpunkt der niedrigsten Kurse, was ja sicherlich nicht Sinn der ganzen Sache sein soll.</p>
<p>Jeder, der am Aktienmarkt investiert ist, sollte sich immer im klaren sein, dass es hier öfter zu stärkeren Schwankungen kommen wird, die Kurse sich langfristig im Mittel aber positiv entwickeln werden. Bevor man daher bei seiner Investition zu solchen Werkzeugen greift, die noch nicht einmal richtig wirken, sollte man lieber die eigene Strategie und Aktienauswahl überdenken.</p>
<h2>Sicher anlegen ohne Stop Loss Limit</h2>
<p>Wenn man sich nämlich bei einer Anlage wirklich sicher  ist wird man mit dieser auch einmal einen Einbruch überstehen. Hat man jedoch nicht genug Vertrauen in seine Investition, so sollte man eher nicht investiert sein. Prinzipiell gilt, dass man wirklich in der Lage sein sollte Unternehmen zu bewerten, bevor man einzelne Aktien auswählt und in diese investiert.</p>
<p>Hat man dann ein lohnenswertes Unternehmen gefunden, so stellen fallende Kurse kein Problem dar, denn das Angebot wird nur noch günstiger. Langfristig wird das Unternehmen schon wieder fair bewertet und tiefere Kurse stellen dann nur bessere Einstiegskurse da.</p>
<p>Ist man sich hingegen nicht mehr sicher, wie sich die Kurse langfristig entwickeln werden, sollte man lieber darüber nachdenken zu verkaufen, als mit irgendwelchen automatischen Limits herum zu spielen.</p>
<p>Dieses gilt für den Einzelkauf von Aktien genauso, wie bei der Anlage in Indexfonds mit einem <a title="Artikelserie: Start eines passiven Depots für Anfänger" href="/2011/05/artikelserie-start-eines-passiven-depots-fuer-anfaenger/">passiven Depot</a>. In der Regel führen diese Maßnahmen nur zu erhöhten Orderkosten, die langfristig die Rendite belasten. Und diese sollte man daher auf jeden Fall vermeiden.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Ich persönlich halte nicht viel von diesen automatischen Limits und denke, dass diese ziemlich überflüssig sind. Entweder, man weiß ziemlich genau, wann man eine Aktie kaufen sollte und kauft dann eher zu Tiefstpunkten bzw. verkauft zu hohen Kursen oder man führt eher ein passives Depot und ist dann sowieso nur langfristig investiert.</p>
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